MadMUN
An der Universität Magdeburg wurde 2000/2001 eine NMUN-Projektgruppe völlig neu aufgebaut - die erste eigenständige in den Neuen Bundesländern. Erstmals nahm eine ostdeutsche Universität an nationalen und internationalen außenpolitischen Simulationen aktiv teil - und zwar mit einem unerwartet guten Ergebnis:
Ungefähr ein Fünftel der gespielten Rollen erhält einen award. Der erstmals und mit nur dreizehn Delegates teilnehmenden Universität Magdeburg als "Zypern" gelang etwas, das so noch nie passiert war - ein nicht-amerikanischer Erstteilnehmer erarbeitete sich nicht nur auf Anhieb eine Auszeichnung der einfachen Kategorie für ihre Gesamtleistung, sondern erhielt noch als eine zweite Auszeichnung eine der wegen ihrer fachlichen Bedeutung gesuchten Preise für ihre inhaltliche Vorbereitung.
Der zweiten Generation Magdeburger Delegates gelang es, im Jahr 2002 diesen Anfangserfolg mit der Rolle "Syrien" zu wiederholen und damit zu konsolidieren.
Für das NMUN 2003 hat sich Magdeburg mit Erfolg für die Rolle "Republic of Korea" beworben. Am GerMUN 2003 nahmen die Magdeburger Delegates im März in Strausberg bei Berlin in verschiedenen Rollen teil. Das 2003er GerMUN wurde in Zusammenarbeit mit der Bundeswehruniversität München und der Universität Bonn vorbereitet.
Inzwischen laufen schon die Vorbereitungen für die elfte Generation Magdeburger Studenten, die am NMUN 2011 in New York teilnehmen werden und dieses Mal haben die Magdeburger die Ehre die Russische Föderation zu vertreten.
Das National Model United Nations (NMUN) ist die größte und professionellste
Simulation der Vereinten Nationen; seit 1946 findet es jährlich in der Karwoche
in New York in enger Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen und ihren
Sonderorganisationen und Gremien z.T. an den Originalschauplätzen statt.
An der Universität Magdeburg wurde 2000/2001 eine NMUN-Projektgruppe völlig neu
aufgebaut - die erste eigenständige in den neuen Ländern.
Fast 3000 ausgewählte Studenten/innen zahlreicher großer amerikanischer und
kanadischer, aber auch Vertreter europäischer und asiatischer Universitäten
nehmen am NMUN in New York teil. Das Ziel von UN-Simulationen ist, den
Studenten/-innen die Struktur und Funktionsweise der einzelnen Gremien der
Weltorganisation vertraut zu machen. Grundlegende Idee ist es, im Rahmen der
„simulierten" Ausübung multinationaler Diplomatie das Verständnis der
Studenten/innen für internationale Beziehungen und deren Zusammenhänge zu
fördern. Die Struktur, Themenschwerpunkte und der organisatorische Aufbau der
Komitees des NMUN sind so angelegt, daß sie die Realität so wirklichkeitsgetreu
wie möglich widerspiegeln. Das NMUN bietet den Studenten/innen somit die
Möglichkeit, die gegenwärtigen internationalen Beziehungen zu verstehen und
selbst aktiv zu "erfahren". Zudem ist das NMUN Begegnungsstätte für Studenten/innen
von Hochschulen aus allen Teilen der USA und anderen Nationen.
Die Teilnahme am NMUN nach einer professionellen Vorbereitung ist das Ziel
der NMUN-Projektgruppe an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
Eine professionell vorbereitete Teilnahme daran ist ein aufwendiges Projekt - es
- ist international ausgerichtet - thematisch wie methodisch,
- läuft zum größten Teil in englischer Sprache ab,
- erlaubt den Teilnehmern somit den Erwerb interkultureller (wenn nicht schon "globaler") Kompetenzen,
- bringt einen neuen Stil und vor allem frischen Geist in den meist nicht sehr motivierenden Universitätsalltag,
- ist in hohem Maße leistungsorientiert, wobei allerdings der Leistungsdruck sich aus der sachlichen und sozialen Dynamik des Projekts aufbaut,
- bringt die Teilnehmer zwanglos zu Engagement und selbstverantworteter Qualifizierung, was sie für ihr weiteres Studium kompetenter macht und besser motiviert,
- stellt einen zwar "simulierten", aber höchst konkret erfahrenen Praxisbezug her, der schon im Studium vielfach auf ein mögliches künftiges Arbeitsleben verweist.
